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Wie kommt Licht in ein Gehäuse?

Lichteffekte bei Kunststoffgehäusen

Um Lichtelemente wirkungsvoll und funktionell in ein Kunststoffgehäuse zu integrieren gibt es mehrere Möglichkeiten: Lichtleiter, LED-basierte optoelektronische Bauteile, strahlende Linien oder hinterleuchtete Bereiche. Welche Lösung für das eigene Gerät am besten geeignet ist, hängt von der Entscheidung ab, ob das „Licht“ einen funktionalen und/oder zusätzliche einen emotionalen Mehrwert erzeugen soll.

Welche Beleuchtung erfüllt welchen Zweck?

Lichtleiter, die aus transparentem Kunststoff bestehen, ermöglichen es, Lichtquellen gezielt und verlustfrei von einer auf der Leiterplatte montierten LED zu einem festgelegten Bereich auf der Gehäuseoberfläche zu lenken. Dies eignet sich z.B. für Statusanzeigen, um Betriebs-zustände zu visualisieren u.v.m. Da das Licht quasi "um die Ecke" geleitet werden kann, müssen LEDs nicht direkt hinter der Gehäuseöffnung platziert werden, was das Platinenlayout wesentlich vereinfacht.

Ferner gibt es Lichtleiter, die das Licht entlang des Leiters gezielt abgeben können. So lässt sich eine flächige Auskopplung des Lichts für die Beleuchtung nutzen. Diese Technik kann zum Einsatz kommen, wenn eine homogene, blendfreie Ausleuchtung größerer Bereiche gewünscht ist. Alternativ lassen sich transluzente Gehäusekomponenten und individuell reduzierte Gehäuseoberflächen mit energiesparender LED-Technik hinterleuchten. Der Vielfalt an Ausführungen und Farben sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.

 

Die Wirkung des Lichts

Abstrahlende Linien und hinterleuchtete Flächen werden häufig als gestalterisches Element eingesetzt und ermöglichen optische Highlights, erhöhen die Wertigkeit und schaffen Akzente. Aber nicht nur das: Licht kann auch die Funktionalität erweitern, z.B. durch eine gezielte Farbgebung, Beleuchtung in dunklen Umgebungen zur Orientierung oder bei nächtlichem Einsatz. Die Einbindung dieser Komponenten erfordert eine präzise Planung in Bezug auf Materialauswahl, Oberflächenbeschaffenheit und Lichtquelle. 

 

Wichtig zu wissen

Unsere Standardgehäuse sind ab Lager nicht mit Bearbeitungen oder Aussparungen versehen, um die unterschiedlichen Anwendungsfälle flexibel zu halten. Selbiges gilt natürlich auch für Akzentbeleuchtungen oder die Integration von Lichtleitern, welche je nach Kundenwunsch und Geräteeigenschaften sehr variabel ausfallen. Bei Bedarf realisieren wir die benötigten Aussparungen im Gehäuse schnell und maßgerecht mittels CNC-Bearbeitung und passen einzelne Komponenten an. Die Kombination mit Standardteilen ermöglicht Ihnen eine kostengünstige Individuallösung mit Lichteinsatz.

 

Um den kreativen Gedankenprozess für Ihr nächstes Projekt zu unterstützen, zeigen wir Ihnen nachfolgend einige Fallbeispiele zu Beleuchtungsoptionen bei Standardgehäusen. 

Bei kleineren Stückzahlen bietet das 3D-Druckverfahren vielfältige Möglichkeiten zur Herstellung von transluzenten Gehäusekomponenten, wie z.B. Zwischenringe, welche passend zu den Ober- und Unterteilen der Gehäusereihen konstruiert und hergestellt werden. Natürlich muss hierbei die Lichtquelle sowie die homogene Abstrahlung berücksichtigt werden. Bei größeren Stückzahlen können werkzeugspezifische Aussparungen oder ganze Gehäusekomponenten eine sinnvolle Lösung sein.

 

Fallbeispiel eines beleuchteten Griffes

Auf Kundenanfrage haben wir, anstelle des standardmäßigen TPE-Griffteils, ein individuell ausgearbeitetes „3D-Druckteil“ konstruiert und anfertigen lassen. Die Notwendigkeit bestand darin, dass der obere Griff ausgeleuchtet werden muss, um auch in dunkleren Umgebungen eine klare Orientierung des medizintechnischen Gerätes zu ermöglichen. Problemstellung hierbei lag in der zu Verfügung stehenden Fläche des Innenraums im Griff selbst. Testweise für den Kunden wurde eine Lösung mit einem LED-Lichtstreifen kreiert, welcher in der 3D-Komponente „eingeklemmt“ wird. Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, funktioniert der Lichteffekt und dient somit als Basis für die nachfolgende Endgeräteentwicklung.

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Beleuchteter Griff eines CARRYTEC-Gehäuses

 

Fallbeispiel für einen beleuchteten Zwischenring

Es wird mehr Einbauhöhe benötigt und gleichzeitig soll ein Lichtakzent gesetzt werden – das waren die Vorgaben für die Ausarbeitung eines gedruckten Zwischenrings in transluzentem Kunststoff für die Gehäusereihe EVOTEC. Wichtiges Kriterium war, dass eine homogene Abstrahlung um das Gehäuse herum erzeugt wird. Welches Leuchtmittel später zum Einsatz kommt und wie die entsprechende Ansteuerung sowie Stromversorgung des Kundengerätes gelöst wird, obliegt natürlich den Entwicklungsplanern. Aber von unserer Seite können wir auch mit diesem Beispiel aufzeigen, dass durch zusätzliche Komponenten (in Kombination mit den Standardober-/unterteilen) lichttechnische Effekte im Bedarfsfall realisiert werden können.

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EVOTEC-Gehäuse mit transluzentem, 3D-gedrucktem Zwischenring

 

Auf dem untenstehenden Bild sehen Sie noch weitere Gehäusereihen mit hinterleuchteten Aufbauringen. Sie zeigen beispielhaft Möglichkeiten, um Ihnen Ideen an die Hand zu geben, bei Ihrem nächsten Entwicklungsprojekt das Thema „Licht“ in Ihren Kreativprozess mit aufzunehmen. Wir unterstützen Sie gerne dabei!

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 Verschiedene Gehäusebeispiele mit beleuchtetem Zwischenring zur Veranschaulichung

NOCH FRAGEN? – WIR BERATEN SIE GERNE

Kontaktieren Sie uns für fachkundige Beratung zur Spezifikation von Gehäusen und Drehknöpfe, gerne auch mit individueller Modifikation, abgestimmt auf Ihren Anwendungsfall und vergessen Sie nicht, ein Muster anzufordern oder eine Zeichnung bzw. ein 3D-Modell herunterzuladen.

Kay Hirmer

Kay Hirmer

Leidenschaft für Innovation und präzise Kommunikation – Kay Hirmer verantwortet das strategische Produktmanagement und Marketing bei OKW Gehäusesysteme und ist vorwiegend Autor für technische Artikel rund um das breitgefächerte OKW-Sortiment.

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